Schilksee-Archiv Pieper-Wöhlk präsentiert

Ausstellung im Flandernbunker Kiel - Wik
anläßlich des 9. November

Zur 85. Wiederkehr der Revolution in Kiel, mit der die demokratische Geschichte Gesamtdeutschlands begann, das Kaiserreich durch eine Republik ersetzt wurde und der 1. Weltkrieg ein Ende fand, veranstaltete der Verein Mahnmal Kilian am 9. November eine Ausstellung mit Lesung. Präsentiert wurde eine Installation
des Künstlerehepaares Almuth und Hans-Jürgen Breuste aus Hannover. Von Hans-Jürgen Breuste stammt die die 1982 geschaffene Plastik "Wik" im Ratsdienergarten, mit der an die Revolution in Kiel gedacht werden soll.

Verein Mahnmal Kilian e.V.
Nutzungskonzept für den Flandernbunkers
Das Negativbeispiel für ein Denkmal - der Namensvetter: das Flanderndenkmal
noch mehr über den Flandernbunker
Lost places: U-Boot-Bunker Kilian


Im Bunker


Einführende Worte von Jens Rönnau und Rolf Johanning, Stadtpräsident a.D.


Almuth (mitte) und Hans-Jürgen Breuste (rechts)


Installation


Lesung


Besucherin und Besucher


Bunkerimpressionen







Zum Flandernbunker
 

Der Flandernbunker befindet sich am Nordende des Hindenburgufers im Kieler Stadtteil Wik. Gegenüber den Bunker liegt das Haupttor zum Tirpitzhafen. Der Bunker  wurde in den Jahren  1942 und 1943 auf dem Flandernplatz, wo sich das weitgehend unbekannte  Flanderndenkmal  befand. Im Flandernbunker war die Flugabwehr- und Notkommando-Zentrale Kiels untergebracht. Neben den militärischen Einrichtungen waren auch Räume für die Zivilbevölkerung. Nach dem Krieg wurde der Bunker durch die Engländer entfestigt.

Technische Daten:

Grundflächeninhalt ca. 500 m²
Höhe des Gebäudes ca.12,5 m
Wandstärke bis zu 2,5 m
Deckenstärke ca. 3,5 m

Der Bunker gehört seit 2001 dem Verein Mahnmal Kilian (U-Bootbunker auf dem Kieler Ostufer, für Hafenerweiterung im Jahr 200 abgebrochen).
Seit 2005 steht der Flandernbunker unter Denkmalschutz. Das Gebäude wird zur Zeit saniert. Es finden regelmäßig Veranstaltungen zur Geschichte, Völkerverständigung und Friedenssicherung statt.

Interessant: Schräg gegenüber befindet sich ein unscheinbares altes zweistöckiges Haus. Es ist das letzte Haus des alten Dorfes Wik, das sich im Bereich des Tirpitzhafens und südlich davon an der Förde befand und um 1900 bzw. in den 1920er Jahren militärischen Neubauten weichen mußten. Diese Neubauten werden heute z. T. von der Marine, z. T. von der Wasser- und Schiffahrtsverwaltung genutzt.



Fotos: Dieter Wöhlk (c)
Copyright der Seite: Pieper-Wöhlk, Kiel 11/2003  Update 4/2006
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